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Mein Leben dem Tanz gewidmet, macht das überhaupt Sinn?

Bettina Inés Truffat Written by 

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Seit ich auf meinen Beinen stehen kann, das geschah im jungen Alter von 8 Monaten, freue ich mich an der Bewegung, sagt meine Erinnerung und meine Mutter. Das Tanzen begann kurz darauf.

Im Alter von 18 Jahren, begann ich, anderen Menschen das Tanzen beizubringen. Ich habe das, was ich in meiner professionellen Ausbildung und durch meine eigene Forschung gelernt habe, weitergegeben. Um weiterhin freie und authentische Bewegungen zu ermöglichen, ließ ich mich vor allem von meiner Intuition und meiner Neugier leiten. Das tue ich heute noch. Viel Erfahrung und Wissen sind dazu gekommen.

Ich finde und erfinde Bilder, die in uns Aspekte wach rufen und die Bewegung bereichern. Zum Beispiel, kleine Wasserperlen, die entlang der Faszien fließend tanzen und die Emotionen mittransportieren. Oder, dass ein unsichtbares flexibles Band die Innenseite des Bauchnabels mit der Wirbelsäule verbindet, so dass der Bauch und der Rücken voneinander wissen und der Begegnungsraum in der Mitte bewohnt ist. Die Bilder schärfen das Bewusstsein. Erst dann wird es möglich diese Anteile untereinander zu verbinden. Auf diese Weise können verschiedene Aspekte in Verbindung gebracht werden. Es bildet sich ein Netz. Das Netz einer bewussten Konnexion. Diese Konnexion färbt und verändert die Bewegung. Das kann man sehen. Das beobachten und erkennen die Menschen, die das miterleben.

Meine langjährige Erfahrung in der künstlerischen und pädagogischen Tanz-Arbeit mit Menschen unterschiedlicher Altersstufen, Können und Begabungen hat mir ein weites Feld unzähliger Möglichkeiten geschenkt. Für mich ist es entscheidend zu aller erst die Menschen, mit denen ich arbeite zu sehen, sie wahrzunehmen, ihre Bewegungen zu beobachten, sie tanzend zu erleben. Erst dann beginne ich mit meiner Arbeit. Ich durchziehe keinen vorgefertigten Arbeitsplan ohne die Personen miteinzubeziehen. Noch nie habe ich an den Menschen vorbei gelehrt und gearbeitet. Im Fokus stehen zu aller erst die Person und ihr Tanz.

Ich bin immer inspiriert wenn ich die Personen kennenlerne. Dann entwickelt sich mein Einsatz. Es bereitet mir große Freude das Bewegungspotential anderer Menschen zu fördern. Ihren einzigartigen Tanz erblühen zu lassen. Flexibilität und Kreativität waren und sind dabei immer die besten Weggefährten.

Eine große Dankbarkeit erfüllt mich gegenüber allen Menschen, die mich durch ihre Fragen und speziellen persönlichen Situationen dazu aufgefordert haben, exakte Beschreibungen der Bewegungen mit dem jeweils passendem Bild zu finden. Ein Bild, dass die Beschreibung stützt und das ganzheitliche Begreifen der Bewegung ermöglicht. Erst dadurch kann die Bewegung fließen.

Bewegung begreifen heißt nicht unbedingt sie mit dem Verstand, mental zu verstehen. Bewegung begreifen heißt körperlich, zellulär, energetisch, geistig und dynamisch zu begreifen. Das findet auf einer anderen Ebene des Verstehens statt. Manchmal wird die Bewegung nicht gedanklich erfasst aber sie wird auf den gerade beschriebenen Ebenen verstanden. So wird sie bewusst begriffen.

Wenn Bewegung auf diese Art ausgeführt wird, verändert sich auch der Körper bis in die Zellen hinein. Es wandelt sich auch einiges auf energetischer Ebene. Die kreativen Aspekte des Menschen bekommen die Gelegenheit mitzugestalten. Das hat enorme Auswirkungen auf die Art und Weise wie eine Person sich bewegt und tanzt. Die Bewegung macht Sinn. Der Tanz hat Substanz. Und das hat Auswirkungen auf das Umfeld der Person. Und weit darüber hinaus.

Die Absicht, die der Bewegung inne ist, ist dann entscheidend und zentral. Was Du bewegst und wie Du dich bewegst, macht den Unterschied und erschafft die Realität.

Die Tragweite, die Bewegung haben kann ist noch ein allgemein relativ unbekanntes und faszinierendes Phänomen. Die Transzendenz, die Tanz erreichen kann, auch.

Was mich betrifft, ich tanze weiter.

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